Demenzprävention
Bewegung bei Demenz- gut zu wissen...
Bewegungsmangel ist ein Thema, das nicht nur alte und demente Menschen betrifft. Mit steigendem Alter nehmen jedoch in hohem Maß die Fähigkeiten und Möglichkeiten ab, Bewegungsdefizite auszugleichen. Gleichzeitig steigt im Alter bei allen Menschen der Verlust an Muskelkraft und Balance. Chronische Krankheiten und zunehmende Immobilität können selbst alltägliche Bewegungen wie das Aufstehen von einem Stuhl, Gehen und Gegenstände anheben erschweren oder unmöglich machen.
Erhöhtes Sturzrisiko durch Demenz
Menschen mit einer demenziellen Erkrankung stehen diesbezüglich in der Regel vor einem
weiteren Problem: Unzählige Alltagssituationen erfordern die Koordination von Bewegung und gleichzeitiger geistiger Beanspruchung, etwa eine Unterhaltung bei einem Spaziergang oder der Versuch,
sich an etwas zu erinnern, während man eine Treppe hinuntergeht. Bei einer Demenz ist die Fähigkeit zu einer solchen Mehrfachleistung (sogenannte "Dual-Task-Handlungen") stark herabgesetzt. So
reicht die Aufmerksamkeit des Betroffenen z.B. nicht aus, ein sicheres Gehen bei gleichzeitiger Konzentration auf ein Gespräch zu gewährleisten. Es kommt zu Bewegungsfehlern, die Person
stürzt.
Demenziell erkrankte Menschen sind dreimal so häufig von Stürzen mit teils schweren Verletzungen betroffen wie nicht erkrankte Personen. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass ältere und alte Menschen generell von körperlichem
Training profitieren und bei regelmäßigen Übungen eine Steigerung der Kraft und der Balancefähigkeit erzielt werden kann, womit das Sturzrisiko gemindert
wird.
(aus einem Beitrag der Alzheimer Selbsthilfe)
Ein Bewegungsangebot für Menschen mit Demenz
Bedürfnisgerecht & Identitätsstärkend
Für Sie wird es immer schwieriger, Ihren Partner zur Physiotherapie zu bewegen?
Ich spreche Menschen an, die im Rahmen der nichtmedikamentösen Therapie bei Demenz ein Bewegungsangebot suchen.
Ich werde angesprochen, wenn Worte ihren Inhalt verlieren und Handlungs/Bewegungsaufforderungen kognitiv "wie bisher" nicht mehr umgesetzt werden können. Aus meine bisherigen Erfahrungen in dieser Arbeit hat sich gezeigt, daß vieles möglich ist. Es sind andere Zugänge im Kontakt, die ich nutze.
Ich hole den Erkrankten in seiner derzeitigen Befindlichkeit ab. Ich stelle mich achtsam auf ihn ein und kommuniziere mit ihm auf eine Weise, so dass er sich gesehen und angenommen fühlt, sich gerne öffnet/bzw. öffnen kann- Raum für sein "SEIN“ bekommt- und mit mir ein Gegenüber wahrnimmt, das in Resonanz mit ihm geht.
Es handelt sich um eine ganzheitliche Stimulation mit dem Schwerpunkt „Beweglichkeit erhalten“.
Eine Einheit dauert 45 min. Nach einem gemeinsamen, ich nenne es "Einschwingen" findet in einer entspannten demenzfreundlichen Atmosphäre statt:
- Psychomotorische Aktivierung
- Zusammenspiel beider Hirnhäften (Koordination)
- Übungen um Stürze „abzufedern“
- Kraft und Ausdauer stärken/erhalten
- Stabilisierung des Langzeitgedächtnisses
- Freude und Wohlbefinden spüre
- auch unter Einbeziehung von Musik sowie unterschiedlicher haptisch, ansprechender Materialien mit hohem Aufforderungscharakter.
… individuell und kreativ, weil jeder Mensch einzigartig ist mit seinem SEIN, mit seiner Lebensgeschichte, und es verdient, auch so gesehen zu werden- würdevoll.
… mit dem Ziel, Beweglichkeit zu erhalten sowie psychische Stabilität zu stärken.
Während des Krankheitsverlaufs erlebt der Betroffene Verluste( z.B. von Fähigkeiten und Fertigkeiten). In der ganzheitlichen Stimulation hingegen erlebt der Betroffene eine Stärkung seiner Identität über das Bewegungsspektrum und über das ,was zudem „anklingt“ im Kontakt mit mir. Mir sind Erfolgserlebnisse, die der Betroffene erlebt, ein Herzensanliegen.
Aufgrund meiner langjährigen Erfahrungen in der Begleitung demenziell Erkrankter schöpfe ich aus einem großen Schatz an Erfahrungen.
Sie sind an der Stimulation in Bewegung für Menschen mit Demenz interessiert?
Eine Einheit dauert 45 min und kostet 45 €.
Ein kostenpflichtiges "Schnuppern" ist möglich.
Kommen Sie einfach auf mich zu :
telefonisch unter 02534 64 514 77
per mail [email protected]
Petra Sokolowsky
Demenz Fachkraft (nichtmedikamentöse Therapie)- Sturz-Prophylaxe-Leiterin
Meine Räumlichkeit
Meine Räumlichkeit befindet sich im Hochparterre (5 Stufen) eines Wohnhauses im Stadtteil Münster Roxel.
Sie trägt den Namen" OASE". Die „OASE“ ist eine multifunktionale Räumlichkeit, die ich unterschiedlich nutze. In der „OASE“ findet auch die ganzheitliche Stimulation in Bewegung für Einzelne statt.
Eine kostenfreie Parkmöglichkeit vor meiner Praxis besteht.
Öffentliche Verkehrsmittel: Der Stadtbus z.B. Linie 1 bis zur Haltestelle " Schelmenstiege". Die Roxelerstr. queren- nach wenigen Gehminuten ist meine Praxis erreicht.
Ein Unikat und die Geschichte dazu
Es ist ein Irrglaube, Menschen mit einer weit fortgeschrittenen Demenzerkrankung bekommen nichts mehr mit.
Menschen mit Demenz sind berührbar, das erlebe ich immer wieder in Begegnungen mit ihnen. Berührbar über Berührung,Stimme, Mimik, Gestik, Musik und auch über Dinge, die erstmal merkwürdig/komisch erscheinen und vlt auch aussehen. So wie dieser Würfel.
Dieser Würfel ist nach meiner Idee entstanden umgesetzt worden. Der Würfel ist einsetzbar zur Stimulation bei einer weit fortgeschrittenen Demenz.
Er spricht besonders Menschen mit einer beruflich handwerklichen Biografie an.
Jeder Würfelseite ist erlebbar. Dieser Würfel aus Holz ist bei mir zu erwerben.
Bei Interesse sprechen Sie mich einfach darauf an.
